In Mbesa angekommen ging es erstmal ab nach Hause. Mein Zuhause ist ein recht großes Haus mit schönem Garten, in dem ich gemeinsam mit meiner Mitbewohnerin Katrin lebe. Sie ist 23, Kinderkrankenschwester und arbeitet im Waisenhaus (Yatima).
Zu unserem Haushalt gehören außerdem noch unsere Katze Lucy und am Wochenende der 1-jährige Ezekiel, ein afrikanisches Waisenkind, um das sich Katrin liebevoll kümmert.
Hier im Dorf wurden wir von den Missionaren sehr freundlich aufgenommen.
Am ersten Tag haben wir erstmal einen Rundgang über die Station gemacht.
Die Station liegt am Rand des Dorfes und hier leben wir Missionare und die einheimischen Mitarbeiter. Auf der Station gibt es außer unseren Häusern und den Häusern der Mitarbeiter, die einheimische Mädchenschule (Bethania), eine Handwerksschule (Nazareth), das Office, die einheimische Grundschule (Mkwaju), die Stationskirche (Misheni), ein Krankenhaus, das Yatima und natürlich die deutsche Grundschule, meinen Arbeitsplatz.
In der deutschen Schule unterrichte ich gemeinsam mit Christoph, derzeit 5 Schüler in 3 Klassen per Fernschulmaterial. Ich bin hauptsächlich für die beiden Erstklässler zuständig und freue mich jeden Tag zu sehen, wie hochmotiviert sie sind und wie viel Spaß ihnen das Lernen macht. Außerdem unterrichte ich den Viertklässler in Deutsch, die vierte und fünfte Klasse in Kunst und gebe der ersten und vierten Klasse Blockflötenunterricht.
In meiner Freizeit mache ich viel gemeinsam mit Katrin, Ida (sie arbeitet in der einheimischen Grundschule) und Alyssa (sie gibt Englischunterricht) und ab und an treffen wir uns auch mit Matthias, der im Office tätig ist und Christoph, um gemeinsam zu essen oder zu spielen.
Ansonsten verbringe ich meine Zeit mit Unterrichtsvorbereitungen, E-Mails und Briefe schreiben, Haushalt machen, schwimmen gehen, mit den Kindern spielen und damit mehr und mehr die Station und ihre Bewohner kennenzulernen.
Inzwischen war ich auch schon in mehreren Gottesdiensten und muss sagen, dass es ganz anders ist als in Deutschland, abgesehen davon, dass ich längst nicht alles verstehe, da selbstverständlich alles auf Kisuaheli ist.
Ich komme aber immer mehr in die Sprache rein, sodass ich mehr verstehen kann und sogar schon einige Lieder kenne.