Samstag, 26.07.2008Abends haben Lisas Eltern & Moritz etwa eine Viertelstunde mit ihr telefoniert. Die Verbindung via Internet ist relativ gut, jedoch muss langsam gesprochen werden. Lisa ist in Besitz einer tansanischen Prepaidkarte, jedoch wird aus Sicherheitsgründen des Internets diese nicht im Blog veröffentlicht.
Kleiner Schreck bei der Ankunft: Das Original Resident Permit (Arbeitsvisum) ist nicht am Flughafen vorhanden gewesen. Die Missionarin vor Ort kann es zum Glück regeln und eine Kopie hat Lisa schließlich dabei.
Lisa ist im Gästehaus der Mission in Dar Es Saalam untergebracht. Es soll am Rande der Stadt liegen, ein gemauertes Gebäude. Zwei deutsche Schäferhunde halten Wache. Moskitonetze an den Fenstern geben einen ersten Ausblick auf mögliche unangenehme Seiten des Aufenthaltes.
Es ist "Winter" in Tansania, jedoch über 30 °C warm. Die mit Lisa angereisten Kurzzeitler treffen sich mit weiteren vier Kurzzeitlern. Diese absolvieren gerade ihren vierwöchigen Urlaub nach dem Einsatz in Tansania und reisen danach zurück in ihre Heimat. Zu Acht gehen sie gemeinsam Essen.
Gewöhnungsbedürftige Größenordnungen: Für 0,60 EUR können cirka 1.000 tansanische Schilling eingetauscht werden. Somit hören sich die Preise horrend an, aber nach unseren Maßstäben liegt das Abendessen weit unterhalb eines Kantinen- oder Mensaessens hier.
Lisa war am Strand und kann jetzt auch behaupten, bereits im indischen Ozean "gebadet" zu haben und war sogar ganz im Wasser!
Fazit: Lisa geht es gut, nein, sie ist nach ihren Worten überglücklich!
Sonntag, 27.07.2008Eine sechsstündige Fahrt mit einem Luxusbus (genauso hat ihn Lisa während eines sehr kurzen Telefonates beschrieben) bringt Lisa nach Lushoto (ehemals Wilhelmstal, als Tansania die Kolonie "Deutsch Ostafrika" war). Dies liegt ca. 270 km Luftlinie von Dar Es Salaam entfernt, nahe der Grenze zu Kenia, im Gebirge auf ca. 1.500 m Höhe - und hier ist es kalt.
In Google Maps lassen sich sogar einzelne Gebäude erkennen. Vermutlich ist sie jetzt in einem dieser Gebäude während ihres dreiwöchigen Sprachkurses in Kisuaheli.
Letzte Information: Lisas Handy ist defekt. Die Tasten nehmen keinen Befehl mehr an. Sie telefoniert von einem fremden Handy aus und bittet uns, ein neues zu schicken.
Montag, 28.07.2008Keine Informationen von Lisa. Es ist auch kein täglicher "Rapport" zu erwarten. Sie wird ihre Eindrücke für den Rundbrief sammeln und über Timon verteilen. Für alle, die an Lisa denken oder sie, in welcher Hinsicht auch immer, unterstützen, haben wir aber die ersten Meldungen in diesem Blog zusammengefasst.
Ein Paket wird gepackt. Darin sind die 5 kg Übergewicht enthalten, für die beim Einchecken und Kofferaufgeben letzten Dienstag 213 EUR hätten gezahlt werden sollen.
Neben Lebensmitteln wie Tütensuppen oder Schokolade schicken wir auch "Brötchen". Das ist nichts zum Essen, sondern ein kleines Stofftier.
Bücher, Sonnencreme, ein Wecker, … und - ein Handy. Dieses war gerade im Juni Simlock-frei geworden. Ohne Kamera, ohne MMS-Funktion oder mp3-player, ein ganz einfaches Telefon - sicher nicht Lisas Liebling, aber funktionstüchtig, sofort verfügbar und passend zu Afrika in schwarz :-)
Schnell kommen 9,5 kg zusammen und: ab die Post, im wahrsten Sinne des Wortes. 10-14 Tage Laufzeit soll es bis nach Dar Es Salaam haben. Wir hoffen somit, es ist nach Lisas Rückkehr aus Lushoto rechtzeitig, sowie vollständig und unbeschädigt, dort bei der CMML. Weil Dar Es Salaam für Lisa nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Mbesa ist, kann sie dort nicht auf das Paket warten. Sie müsste sonst sehr lange auf das Paket warten, bis es über Tunduru (Distrikthauptstadt für Mbesa) dann Mbesa erreicht.