*Mikumi*
Am 26. Dezember ging es also mit dem Landrover über die Sandpiste
Richtung Urlaub. Unser erstes Ziel -- nach der endlich erreichten
Teerstraße -- war der Mikumi-Nationalpark.
Auch wenn er einer der kleineren Parks ist waren wir alle restlos
begeistert.
Mitten in diesem Park in einem Zelt-Camp zu übernachten war schon
spannend genug, besonders als unsere Guides uns abends sagten: "Wenn wir
sagen LAUFT, dann lauft uns einfach hinterher und fragt nicht warum!"
Außer einem Affen im Müllloch waren die Tiere jedoch nur nachts zu hören.
Dafür konnten wir sie bei unseren Fahren durch den Park um so besser und
vielfältiger bestaunen. Es war einfach nur fantastisch und atemberaubend!
Giraffen, die gemütlich vor uns auf der Straße entlang spazieren und
danach schwebend durch die Landschaft laufen. Nilpferde die gemütlich im
Wasser vor sich hin grunzen oder kleine Kämpfe austragen und nebenan
schwimmen seelenruhig Krokodile. Elefanten, die sich vor uns auf dem Weg
einer Morgendusche unterziehen oder gemütlich durch die Gegend trotten.
Was jedoch für die meisten von uns am eindrücklichsten war, waren die
Löwen! Jedes Mal wenn wir durch den Park gefahren sind durften wir diese
faszinierenden Tiere bewundern, wenn wir auch großen Respekt vor ihnen
hatten.
Büffel- und Antilopenherden am Wegrand und immer wieder vereinzelte
Warzenschweine waren dagegen schon fast uninteressant.
*Morogoro*
Nach drei Tagen im Park ging es für uns weiter nach Morogoro, wo wir
gemeinsam mit einer Missionarin und unseren Guides Bergsteigen waren.
Der Aufstieg am ersten Tag zum Basecamp war zwar -- für mich -- sehr
anstrengend, aber es hat sich wirklich gelohnt. Von der Morningside, wo
sich unser Camp befand konnten wir ganz Morogoro überblicken, was schon
am Tag ein gewaltiger Anblick war. Am nächsten Tag sind die meisten von
uns bis zum Gipfel hinaufgestiegen
Auf der Morningside haben wir dann abends auch Silvester gefeiert und es
war einmalig schön. Der Blick über die Stadt mit den vielen glitzernden
Lichtern, die Berge um uns herum und mittendrin wir mit ein paar
Wunderkerzen.
Am nächsten Morgen hieß dann jedoch schon wieder Abbauen und Absteigen.
*Sansibar*
Nun ging es zum entspannteren Teil des Urlaubes über, denn mit der Fähre
setzten wir am 2. Januar von Dar Es Salaam nach Sansibar über, der Insel
wo der Pfeffer (und noch vieles anderes) wächst.
Nach einem Tag Touristenbummel in Stonetown ging es anschließend an die
East Coast in ein Hotel direkt am Strand.
Da Sansibar für seine Gewürze bekannt ist, haben wir von dort aus eine
Spicetour mitgemacht und allerhand interessante Pflanzen und Gewürze
kennengelernt.
*Rückfahrt*
Nach einigen Tagen hieß es dann allerdings wieder Abschied nehmen.
Von Freunden hatten wir erfahren, dass es auch eine Nachtfähre gibt und
da diese viel günstiger ist, haben vier von uns Mädels sich entschlossen
bereits einen Tag früher abzureisen und diese Chance zu nutzen.
Es hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Wir haben draußen an Deck unter freiem Himmel geschlafen und einen
wunderschönen Sonnenaufgang vom Meer aus bewundern können, während wir
von den Einheimischen auch sehr verwundert bestaunt wurden, da wir fast
die einzigen Weißen auf dem Schiff waren.
Nachdem der Rest unserer Truppe auch in Dar Es Salaam ankam, sind wir am
Abend noch in einen afrikanischen Zirkus gegangen, in dem wir
atemberaubende Akrobatik gezeigt bekamen.
Nach diesem schönen Abschluss ging es am nächsten Morgen bereits wieder
Richtung Mbesa.